Der Abschnitt im Vordergrund lässt sich als flacher Dünenlandschaft deuten. Farblich setzt Gerhard Richter davon den Horizont ab. Dem hellen Grau mischt er leichtes Rosa und helles Blau bei. Leicht rechts von der Mittelachse platzierte der Künstler eine flunderfrömige Wolke mit ausgefranstem Rand. Richter malte aber nicht vor der Natur, sondern im Atelier mithilfe einer, vermutlich schwarz/weißen, fotografischen Vorlage. Von einem klassischen Landschaftsbild entfernt sich Richter zusätzlich durch die verschwommene Umsetzung in die Malerei. Diese Verfremdung betreibt der Künstler bei dem Motiv der Wolke, das er als »der Natur eigene Form der Abstraktion« bezeichnet. Das Ergebnis ist eine vollkommene Malerei, die abstrakte Malerei mit der darstellenden Kunst vereint. Die außerordentliche Brillanz dieses Kunstdrucks vermittelt die malerische Qualität der Vorlage. Einzelne Pinselstriche sind gut erkennbar, die fein abgestuften Grautöne des Originals, entscheidend für die ästhetische Wirkung, bleiben durch das aufwendige Druckverfahren erlebbar.