Für die Süddeutsche Zeitung war Robert Wilson »ein Jahrhundertkünstler«. Berühmt wurde das vielseitige Theatergenie 1976 mit der Oper »Einstein on the Beach«, die er gemeinsam mit dem Komponisten Philip Glass erarbeitete. Seine Inszenierungen waren oft Gesamtkunstwerke aus Licht, Musik und Bewegung. Allein um das richtige Licht zu setzen benötigte Wilson wochenlange Proben. Die von ihm inszenierten Theaterwunder wurden mit Zeichnungen akribisch von ihm vorbereitet. Diese präzise Ästhetik zeigt auch die signierte Grafik »The River Rocks«. Durch die Kraft der Elemente rundgeschliffen liegen die Steine eng beieinander am Grund des Flusses. Die Strömung erlaubt an den Rändern einen stärkeren Algenwuchs. Der unterschiedlichen Lichtbrechung des Wassers trägt der Künstler Rechnung, indem er die Strichbreite variiert. Das Motiv zufällig gefügter Steine findet sich wieder im Eingangsgebäude seines Kunstlabors »Watermill Center«. Hier zeigt der den Boden im Eingangsgebäude bildet ein Muster aus unbehauenen von der Natur abgerundeten Steinen.