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VEB Museum. Das Deutsche Hygiene-Museum in der DDR.

Hg. Sandra Mühlenberend u.a. Katalog, Deutsches Hygiene-Museum Dresden 2024.

17 x 24 cm, 224 S., 256 Abb., pb.

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Versand-Nr. 1531166
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Das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden ist heute als innovatives Ausstellungshaus bekannt und wirkte seit seiner Gründung 1912 in drei unterschiedlichen politischen Systemen. Als Institut für Gesundheitserziehung und -aufklärung war das DHMD in der DDR dem Ministerium für Gesundheitswesen unterstellt und entwickelte Ausstellungen und Gesundheitskampagnen. Weniger bekannt ist, dass die Institution einen hochspezialisierten Produktionsbetrieb unterhielt, dessen anatomische und medizinische Lehrmittel weltweit gehandelt wurden. Die komplexe Institution spiegelt entsprechend die Gesellschaft im Realsozialismus zwischen Staatsauftrag, Planwirtschaft und spezifischer Werktätigkeit. Der Ausstellungskatalog führt in die Arbeit, Akteure und Produkte des DHMD ein. Über Essays und Erinnerungen von Zeitzeugen reflektiert er die Gesellschaft der DDR, die Transformation in den 1990er-Jahren und die Hintergründe der Neugestaltung des Museums. In vier Kapiteln werden Netzwerke und Internationalität, Machtrepräsentation, Produktionsbedingungen und Ressourcen, Versorgung und Mangel, Unterhaltung und Mitgestaltung thematisiert. Indem sich das DHMD auf diese Weise selbst zum Thema macht, entfaltet es Grundzüge einer Gesellschaft, deren Teil es war. »Das Deutsche Hygiene-Museum arbeitet seine DDR-Geschichte auf und ist damit ein praktisches Beispiel zum oft theoretischen Ost-West-Diskurs.« (FAZ)