Klimt baut eine herrlich leuchtende Blumenwand vor uns auf und gibt so die steile Hanglage des Bauerngartens in Litzlberg am Nordwestufer des Attersees wieder. Von 1900 an verbrachte Klimt dort die Sommerfrische und fand dort neue Motive in der Natur. Der Sommer war keine Arbeitspause: »Früh morgens, meist um 6 Uhr, ein wenig früher, ein wenig später steh ich auf« um, bei schönem Wetter zeitig mit dem Malen zu beginnen. Pyramidal gestaltet er die Blumenrabatte. Die Petunien, auf der untersten Ebene werden von Astern eingerahmt. Kräftig leuchtet darüber der Mohn, zwischen dem sich ein Rittersporn versteckt. Mit ihrem dicken hellrosa Köpfen überragt ein Rosenstrauch die anderen Blumen. Das florale Ensemble setzt sich von dem einheitlich gemusterten Hintergrund ab und gibt dem Bild eine leichte Tiefe. Diese Gleichzeitigkeit frontaler und perspektivischer Ansicht entlehnt er von japanischen Ukiyo-e (Farbholzschnitte) die er selbst sammelte. Zur angewandten Maltechnik der kurzen Pinselstriche wurde Klimt vom Pointillismus angeregt. Aus den in der Natur gefundenen Mosaiksteinchen aus Pflanzen setzt er ein Mosaik der üppigen Vegetation zusammen auf dem man, ohne sich jemals satt zu sehen, immer wieder Neues entdeckt. (Original: Privatbesitz). Dieser Dietz-Giclée-Druck aus dem »Tempel des Kunstdrucks« hat die Aura des Originals: Das digitale Bild diente als »Rohling«, welcher durch jahrzehntelange handwerkliche und künstlerische Erfahrung und Arbeit eine im Siebdruck veredelte Oberfläche erhielt. Die Einbeziehung moderner Technik ermöglicht es, hochwertige Gemälde-Reproduktionen zu relativ günstigen Preisen anzubieten.