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Filmzeit, Lebenszeit. Erinnerungen.

Von Edgar Reitz. Berlin 2022.

15 x 22 cm, 672 S., 40 Abb., geb.

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Edgar Reitz hat den deutschen Autorenfilm mitbegründet, mit seiner »Heimat«-Trilogie Filmgeschichte geschrieben. So wie er dort eindrucksvoll das persönlich Erlebte mit den Zeitläufen verband, tut er es auch hier - in seiner Autobiographie. Reitz erzählt von seiner Kindheit in den dreißiger Jahren, einer Jugend im Krieg, der Nachkriegszeit, dem jungen Mann, den es in die Ferne zieht, seinen Studienjahren in München, wo sich ihm eine neue Welt der Kultur eröffnet, und schließlich von der Filmkunst. Er begegnet Literaten wie Günter Eich, internationalen Filmgrößen wie Romy Schneider, Bernardo Bertolucci oder Luis Buñuel, arbeitete mit Hannelore Elsner und Mario Adorf, Alexander Kluge und Werner Herzog. Reitz ist ein großer Chronist deutscher Sehnsucht und Geschichte, zugleich ein feinfühliger Erzähler, der uns von der Vorkriegszeit bis in die Gegenwart führt. Immer wieder kreist er um die Frage, was es bedeutet, eine Heimat zu haben und sich von ihr loszumachen, aufzubrechen oder zurückzukehren - und trifft damit ins Herz unserer Zeit. Ein besonderes Dokument des Lebens wie eines ganzen Jahrhunderts, kraftvoll erzählt und berührend, beeindruckend in seiner Farbigkeit. »Edgar Reitz verleiht seiner Autobiographie einen Hauch von Proust.« (FAZ) »Reitz schreibt mit demselben Sinn für Poesie, der auch seine Filme auszeichnet.« (SZ)

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